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Verhaltensregeln für die Menschen im Landkreis Dillingen a.d.Donau

Wie wird das Virus übertragen?

Das neuartige Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg scheint die Tröpfcheninfektion zu sein. Diese Übertragung kann direkt von Mensch zu Mensch erfolgen, wenn Virus-haltige Tröpfchen an die Schleimhäute der Atemwege gelangen. Auch eine Übertragung durch Schmierinfektion über die Hände, die mit der Mund- oder Nasenschleimhaut sowie mit der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden, ist prinzipiell nicht ausgeschlossen, spielt aber vermutlich nur eine untergeordnete Rolle.

Wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen?

Wie bei Influenza und anderen Atemwegserkrankungen schützen das Einhalten der Husten- und Niesregeln, eine gute Händehygiene sowie Abstandhalten zu Erkrankten (etwa 1 bis 2 Meter) auch vor einer Übertragung des neuartigen Coronavirus. Auch auf das Händeschütteln sollte verzichtet werden.
Generell sollten Menschen, die Atemwegssymptome, d. h. Krankheitszeichen im Bereich der Atemwege haben, nach Möglichkeit zu Hause bleiben.

Welche allgemeinen Verhaltensregeln sind vorbeugend zu beachten?

Sich über die Situation informieren, auf den Internetseiten öffentlicher Stellen, die qualitätsgesicherte Informationen anbieten, z.B. Bundesgesundheitsministerium und Landesgesundheitsministerien, Robert Koch-Institut, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Über die Situation vor Ort informiert das zuständige Gesundheitsamt, wenn es erforderlich sein sollte.
Keine zweifelhaften Social-Media-Informationen verbreiten
Eine gute Händehygiene praktizieren, sich an die Husten- und Niesregeln halten
Aufs Händeschütteln verzichten
Sich möglichst wenig ins Gesicht fassen, um etwaige Krankheitserreger nicht über die Schleimhäute von Augen, Nase oder Mund aufzunehmen
Abstand halten von Menschen, die sichtbar an einer Atemwegserkrankung leiden, auch wegen der noch laufenden Grippe- und Erkältungswelle
Generell bei Atemwegssymptomen zu Hause bleiben.

Welche Symptome treten auf?

Es ist inzwischen bekannt, dass langfristig ca. 70% der Bevölkerung Kontakt mit dem neuartigen Coronavirus haben werden. Viele Menschen werden von der Coronainfektion gar nichts mitbekommen und ohne Test möglicherweise immun werden.

Die Unsicherheit und Angst vor einer Erkrankung ist groß, aber 4 von 5 Menschen werden die Krankheit mit leichten Symptomen überstehen.

Wie erkenne ich eine Infektion mit SARS-CoV-2?

Inzwischen ist es medizinisch erwiesen, dass Covid-19 Krankheitsverläufe sehr häufig mit Fieber, Husten und Halskratzen einhergehen während die echte Grippe (Influenza) in der Regel neben Fieber vor allem mit Fließschnupfen und Gliederschmerzen einhergeht.

Wann sollte ärztliche Hilfe dringend geholt werden?

Bei Covid-19 Erkrankungen kommt es bei schweren Verläufen nach ca. einer Woche zu einer Verschlechterung. Ein zuvor unbekanntes Gefühl von Kurzatmigkeit ohne äußere Belastung kann ein Signal sein. Daraus kann sich in seltenen Fällen eine Lungenentzündung entwickeln, die im schlimmsten Fall einer Beatmung bedarf.

Vor allem ältere Menschen, geschwächte und chronisch Kranke sollten früh auf entsprechende Krankheitszeichen reagieren.

Wie soll ärztliche Hilfe angefordert werden?

Derzeit geht es auch darum, Praxen und Kliniken nicht unnötig aufzusuchen. In jedem Verdachtsfall auf eine Coronainfektion soll der Arzt vorher telefonisch kontaktiert werden.

 
Warum werden nicht alle Personen mit respiratorischen Symptomen vorsorglich auf SARS-CoV-2 getestet?

Derzeit ist noch nicht davon auszugehen, dass SARS-CoV-2 breit in der Bevölkerung zirkuliert. Daher soll auch nicht jede Person mit respiratorischen Symptomen vorsorglich auf SARS-CoV-2 getestet werden, sondern nur akute Verdachtsfälle. Dieses Vorgehen hilft dabei, dass die Labore die Proben von akuten Verdachtsfällen zeitnah testen können und nicht überlastet werden.

Im Rahmen der Influenza-Surveillance werden im RKI seit dem 24.2.2020 Proben von Patienten mit akuten Atemwegserkrankungen, die von Praxen der Arbeitsgemeinschaft Influenza eingesandt werden, zusätzlich auch auf SARS-CoV-2 untersucht, um eine Zirkulation von SARS-CoV-2 frühzeitig zu erkennen und zu überwachen.

Von welchem Alter an sind Menschen am stärksten gefährdet, schwer an Covid-19 zu erkranken?

Covid-19 kann zu gefährlichen Lungenentzündungen führen. Das Risiko dafür haben Menschen, die 60 Jahre und älter sind. Das Risiko zu sterben erhöht sich ebenfalls mit dem Alter, vor allem für über 80-jährige.

Wer hat ein Risiko für schwere Verläufe?

Die Gefahr für schwere Verläufe besteht auch für Menschen mit Grunderkrankungen unabhängig vom Alter. Dazu gehören vor allem Herz-Kreislauf- Erkrankungen, aber auch Diabetes, Probleme des Atmungssystems, der Leber und der Niere sowie Krebs.

Eine Pneumokokkenimpfung ist extrem wichtig, da bei geimpften Patienten eine Lungenentzündung mit deutlich milderen Symptomen verläuft. Diese Impfung wird Menschen ab 60 Jahren standardmäßig empfohlen – nicht erst seit Auftreten des Coronavirus.

Was soll man beim Besuch von Senioren beachten?

Familienmitglieder sollten Senioren nur dann besuchen, wenn sie sich gesund fühlen und keinen Kontakt zu Erkrankten hatten. Beim Betreten der Wohnung sollten sie sich gründlich die Hände waschen und auf Umarmungen und Küsse eher verzichten.

 

Internetseiten mit häufig gestellten Fragen:

https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html

https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html#c11964

https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html#c11964

https://warnung.bund.de/meldungen

 

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