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Bündnis Hochwasserschutz für unsere Heimat - Stimmkreisabgeordneter Georg Winter und Landrat Leo Schrell fordern Dokumentation

Sowohl bei der Dialogveranstaltung mit Staatsministerin Ulrike Scharf als auch in den zurückliegenden Bündnissitzungen am 11. Juni 2015 sowie bei der letzten gemeinsamen Veranstaltung im Schloss Höchstädt am 28. Juli 2015 waren sich Stimmkreisabgeordneter Georg Winter und Landrat Leo Schrell einig, dass einige ganz wesentliche Veränderungen notwendig sind, um einen fairen Dialog in Sachen Hochwasserschutz führen zu können. Um die regionale Lastenverteilung konkret festzustellen, haben sich daher MdL Georg Winter und Landrat Leo Schrell in diesen Tagen an das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth gewandt mit der Bitte, dass dort eine Dokumentation erstellt wird über die vorhandenen und die bereits geplanten Retentionsmaßnahmen an den Zuflüssen zur Donau. Darüber hinaus solle die Wasserwirtschaft prüfen, welche zusätzlichen Rückhaltemaßnahmen an den Gewässern im Abschnitt Neu-Ulm und Donauwörth sowie von Süden wie von Norden kommend erforderlich sind, um Hochwässer an der bayerisch-schwäbischen Donau zu vermeiden.

Damit diese wichtige Entlastungsfunktion für die Donau optimal umgesetzt wird, solle der Bündnis-Experte Prof. Dr. Robert Jüpner die fachliche Begleitung vom ersten Schritt bis zur Kontrolle übernehmen. Erst wenn die Wasserwirtschaft nachweisen kann, dass die Möglichkeiten an diesen zahlreichen Flüssen wie Iller und Lech und allen weiteren ausgeschöpft sind, lässt sich ermitteln, inwieweit neben dem Riedstrom einschließlich möglicher Verbesserungen sich noch ein Bedarf für Wasserrückhaltungen in unserem Landkreis ergibt, so Winter und Schrell.

 

Das Konzept des Umweltministeriums, fünf Flutpolder im Abschnitt Neu-Ulm bis Donauwörth zu errichten, davon allein vier im Kreis Dillingen, macht deutlich, dass damit unsere Region unverhältnismäßig stark belastet würde. Hinzu kommt, dass sich mit dem Riedstrom ohnehin der größte Retentionsraum an der bayerischen Donau im Landkreis Dillingen befindet.

 

Anmerkung zur Gewässerkarte:  

Die Skizze zeigt die zahlreichen Zuflüsse vom Allgäu, wo bekanntermaßen die Niederschlagsmenge höher ist, bis zur Donau. Damit wird klar, dass es ganz entscheidend auf die Rückhaltemöglichkeiten an den Zuflüssen ankommt. Hochwassermaßnahmen sind dann am wirksamsten, wenn sie am Ort des Entstehens realisiert werden.

 

 

Dillingen a.d.Donau, 20. August 2015

Peter Hurler, Pressesprecher

Tel.Nr. 09071/51-138

 

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