Vorlesen lassen:
Markieren Sie den gewünschten Text einfach mit der Maus

Covid-19; Gesundheitseinrichtungen haben hohen Hygienestandard umgesetzt

Für Gesundheitseinrichtungen wie Krankenhäuser, aber auch für Pflege- und Behinderteneinrichtungen, gelten von Haus aus hohe Hygienestandards. Mit Beginn der Corona-Pandemie wurden in den beiden Kreiskliniken in Dillingen und Wertingen die hygienischen Handlungsabläufe an die strengen Richtlinien und Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) angepasst. Zudem werden sie nach aktuellen Erkenntnissen regelmäßig mit dem Ziel eines höchstmöglichen Schutzes für Patienten und Mitarbeiter modifiziert.

„Seit Beginn der Pandemie wurden in unseren beiden Kliniken bis zu 20 Covid-Patienten gleichzeitig – teilweise intensivmedizinisch – versorgt“, betont der Geschäftsführer der Kreiskliniken Dillingen-Wertingen gGmbH, Uli-Gerd Prillinger. Deshalb sind sowohl die Ärzteschaft als auch das Pflegepersonal einem besonderen Ansteckungsrisiko ausgesetzt.

Dieses versuchen die Kliniken durch ausreichend Schutzausrüstung für Personal und Patienten bestmöglich zu minimieren. Zudem wird bei der Patientenaufnahme systematisch geprüft, ob Anhaltspunkte für das Krankheitsbild Covid-19 vorliegen.

Auf Covid-19 verdächtige Patientinnen und Patienten oder solche, die Kontakt zu Personen mit einer bekannten Infektion mit SARS-Cov-2 hatten, werden bereits bei Aufnahme in die Klinik auf das Virus abgestrichen und auf einer Isolierstation der Inneren Medizin untergebracht. Aufgrund der hohen Infektiosität und den damit verbundenen Schutzmaßnahmen ist die medizinische Versorgung von Patienten mit Covid-19 mit einem enormen Personalaufwand verbunden.

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen sind in der Kreisklinik St. Elisabeth seit Beginn der Pandemie vier Mitarbeiter*innen des medizinischen Personals positiv getestet worden. Die Mitarbeiter werden in solchen Fällen mit erfolgter Testung unmittelbar unter häuslicher Quarantäne gestellt. Sämtliche Kontaktpersonen, also Kolleg*innen und Patient*innen, werden sofort ermittelt und dem Gesundheitsamt mitgeteilt.

Aufgrund der aktuellen Infektionsentwicklung geht der Pandemiebeauftragte der Klinik, Dr. med. Wolfgang Geisser, in den kommenden Wochen vom Wiederbeginn der planbaren operativen Patientenversorgung aus, sofern diese dann wieder durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege zugelassen werden.

Landrat Leo Schrell hatte die jüngste Tagung der schwäbischen Landräte genutzt, um Regierungspräsident Dr. Erwin Lohner um Unterstützung zu bitten, dass planbare Eingriffe zeitnah wieder möglich werden. „Wir dürfen die Patient*innen, die abseits von Covid-19 auf notwendige Eingriffe warten, nicht aus den Augen verlieren“, so Schrell.

Die Kliniken treffen jedenfalls bereits jetzt die entsprechenden Vorbereitungen. Auch hier gilt es, alle Abläufe auf einen notwendigen Patienten- und Mitarbeiterschutz hin auszurichten. Gleichzeitig müssen auch weiterhin Kapazitäten für eine notwendige Versorgung von Covid-Patienten in besonders isolierten Patientenbereichen vorgehalten werden.

Alle Patienten, die zu geplanten Operationen kommen, werden künftig vorsorglich auf das Virus getestet und bekommen erst nach Vorliegen des Testergebnisses einen Operations-Termin zugewiesen.

Stand heute beläuft sich die Anzahl der bestätigten Fälle im Landkreis auf 255. Davon sind 129 wieder genesen. 268 Menschen befinden sich aktuell in Quarantäne. Die Zahl der an Covid-19 verstorbenen Menschen hat sich heute auf 20 im Landkreis Dillingen erhöht.

So ist heute ein 91-jähriger positiv getesteter Bewohner des pro Seniore in Bissingen an den Folgen der Covid-19-Erkrankung verstorben. Er befand sich seit 24. April 2020 im Krankenhaus in Dillingen in stationärer Behandlung.

 

Dillingen a.d.Donau, 30. April 2020
Peter Hurler, Pressesprecher
Tel.Nr. 09071/51-138

Drucken