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Landratsamt Dillingen a.d.Donau

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Letzte Änderung:
18.12.2018
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Straftaten durch Jugendliche im Landkreis Dillingen gehen zurück

Eine erfreuliche Entwicklung zeichnet sich im Landkreis Dillingen a.d.Donau bei der Jugendkriminalität ab. „In den letzten Jahren hat die Anzahl der Jugendlichen, die einer Straftat verdächtigt wurden, kontinuierlich abgenommen“, erklärt Christine Fischer, die beim Amt für Jugend und Familie des Landratsamtes für den Bereich der Jugendhilfe im Strafverfahren, auch Jugendgerichtshilfe genannt, zuständig ist. So wurde im Jahr 2017 438 jungen Menschen zwischen 14 und 21 Jahren vorgeworfen, eine Straftat begangen zu haben. Zwei Jahre zuvor waren es noch 497 Jugendliche und Heranwachsende.

 

Junge Menschen, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind, werden von Christine Fischer kontaktiert. Sie macht sich dann in einem persönlichen Gespräch ein Bild von der Situation der Jugendlichen. War die Straftat ein einmaliger Ausrutscher? Wie gefestigt ist das soziale Umfeld? Sind weitere Hilfen angezeigt, zum Beispiel die Inanspruchnahme einer Suchtberatung? Die Mitarbeiterin des Amtes für Jugend und Familie ist auch im Gerichtsverfahren beteiligt, ihr Bericht fließt in die Urteilsfindung durch den Jugendrichter ein. Sie kann auch Maßnahmen wie die Teilnahme an einer Drogenberatung oder einem Anti-Aggressivitäts-Training anregen.

 

Eine Chance zur Wiedergutmachung für jugendliche Straftäter stellt der Täter-Opfer-Ausgleich dar. Dabei wird in einem Gespräch des Täters mit dem Opfer, das von Christine Fischer moderiert wird, eine Möglichkeit der Wiedergutmachung gesucht. Bei positivem Ausgang kann das Strafverfahren durch die Staatsanwaltschaft eingestellt werden.

 

Nicht jeder Jugendliche, der im Landkreis Dillingen a.d.Donau eine Straftat begangen hat, wird vom Jugendrichter verurteilt. Leichtere Straftaten werden, wenn alle Beteiligten zustimmen, vor dem Schülergremium „Reset“ behandelt. Gleichaltrige Jugendliche legen eine Auflage fest, die der jugendliche Straftäter zu erfüllen hat, z.B. einen Aufsatz zu schreiben oder das Opfer der Straftat in einem Brief um Entschuldigung zu bitten. „Wird die Auflage erfüllt, so stellt die Staatsanwaltschaft anschließend das Verfahren ein“, betont Carina Krautwald, die das Projekt „Reset“ beim Amt für Jugend und Familie pädagogisch betreut. Die Erfahrungen mit „Reset“, das im Landkreis Dillingen seit 2013 existiert, sind positiv. „Es werden nur wenige Jugendliche rückfällig, die an ‚Reset‘ teilgenommen haben“, so Krautwald.

 

Oberstes Ziel der verschiedenen Maßnahmen, die es für jugendliche Straftäter gibt, ist es immer, die Jugendlichen für die Zukunft zu einem gesetzestreuen Verhalten zu bewegen. „Im Jugendstrafrecht steht nicht die Bestrafung, sondern die Erziehung des jungen Menschen im Vordergrund“, betont Landrat Leo Schrell. „Mit den verschiedenen Projekten, die es im Landkreis Dillingen a.d.Donau gibt, wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dass die Jugendkriminalität zukünftig rückläufig ist“, so Schrell.

 

Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren, die Interesse an einer Mitarbeit im Schülergremium „Reset“ haben, können sich unter Tel. 09071/51-4031 oder per e-Mail carina.krautwald@landratsamt.dillingen.de mit Frau Carina Krautwald in Verbindung setzen.

 

 

Dillingen a.d.Donau, 23. August 2018

Peter Hurler, Pressesprecher

Tel.Nr. 09071/51-138

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