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Weitere Informationen von Landrat Leo Schrell zur Cornona-Krise (Stand 20.03.2020)

Weitere Informationen von Landrat Leo Schrell zur

Corona-Krise

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die aktuelle Lage ist weiterhin geprägt von steigenden Infektionszahlen. Stand heute haben sich in unserem Landkreis Dillingen a.d.Donau bisher sechs Personen mit dem Corona-Virus infiziert.

Die Entwicklung der Pandemie hat die Bayerische Staatsregierung dazu bewogen, ab 21. März 2020 um 00:00 Uhr für vorläufig zwei Wochen landesweite Ausgangsbeschränkungen zu verhängen. Das bedeutet beispielsweise, dass ab diesem Zeitpunkt die Gastronomie geschlossen bleibt. Take-Away und Drive-In sowie Lieferungen sind weiter erlaubt. Auch die Lebensmittelversorgung bleibt erhalten und die Banken bleiben geöffnet. Allerdings wird es kein Besuchsrecht für Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Altenheime geben. Lediglich im Sterbefall dürfen Angehörige besucht werden und im Krankenhaus dürfen die eigenen Kinder besucht werden und Väter dürfen zur Geburt ins Krankenhaus kommen.

Sport und Spazierengehen im Freien sind möglich, aber nur allein, mit der Familie und Haustieren. Gruppenbildungen und Menschenansammlungen sind strikt verboten. Eltern, die getrennt von ihren Kindern leben, dürfen diese besuchen. Jeder soll und kann auch zur Arbeit und zum Arzt gehen bzw. fahren. Dagegen bleiben Friseure, Baumärkte und Gartenmärkte geschlossen.

Das bedeutet konkret, dass das öffentliche Leben in Bayern für mindestens die nächsten zwei Wochen fast vollständig heruntergefahren wird. Meine herzliche Bitte in diesem Zusammenhang: Gehen Sie nur in Ausnahmefällen raus, machen Sie keine Partys, befolgen Sie die behördlichen Vorgaben und beschränken Sie Ihre sozialen Kontakte auf das vorgegebene Mindestmaß. Nur so können wir den gesundheitlich angeschlagenen und alten Menschen in unserer Gesellschaft wirksam helfen. Auf unsere Vernunft und auf unsere Solidarität wird es jetzt ganz entscheidend ankommen.

Wir im Landkreis Dillingen haben uns bereits nach der Ausrufung des Katastrophenfalles organisatorisch gut aufgestellt. So haben wir beispielsweise im Landratsamt die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) aktiviert. Mit diesen Strukturen unterstützen wir intensiv die Gesundheitsverwaltung personell, logistisch und mit Know-how. Desweiteren haben wir bei der Kassenärztlichen Vereinigung beantragt, dass im Landkreis Dillingen eine Drive-In-Station aufgebaut wird, um an zentraler Stelle Abstriche machen zu können. Allerdings liegt die Entscheidung darüber nicht in unserer Zuständigkeit. Zudem arbeiten wir an einem Konzept, um im Notfall weitere Betten bereitstellen zu können, falls unsere bestehenden Krankenhausbetten nicht ausreichen sollten.

Abschließend bitte ich nochmals sehr herzlich um Ihre Solidarität und hoffe sehr, dass die beschlossenen Maßnahmen Wirkung zeigen und der Pandemie Einhalt geboten werden kann.

Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund!

Ihr

Leo Schrell
Landrat

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