Wolfähnliches Tier wurde in Bissingen gesehen

Am Montag, 03.05.2021, wurde dem Landratsamt Dillingen bekannt, dass frühmorgens ein wolfähnliches Tier durch Bissingen gelaufen ist. Eine Sichtung wurde mitten im Dorf sowie am Kinderspielplatz gemeldet. Zudem konnten auf dem Bauhof einer örtlichen Baufirma Lichtbildaufnahmen gemacht werden.Das Tier hat danach die Ortschaft verlassen und ist entlang der Kessel Richtung Brachstadt weitergezogen.

Bürgermeister Stefan Herreiner hat umgehend das für Wildtiermanagement zuständige Landesamt für Umwelt (LfU) informiert. Von dort wird nun versucht, an Hand der Bilder zu verifizieren, ob es sich tatsächlich um einen Wolf handelte.Grundsätzlich sind Wölfe für Menschen ungefährlich. Sie leben in Familiengruppen, sogenannten Rudeln. Werden die Tiere geschlechtsreif, verlassen sie die Familie und suchen sich ein eigenes Revier. Insbesondere die jungen Rüden wandern dabei oft mehrere hundert Kilometer. Ab und zu werden sie dabei auch tagsüber beobachtet, oft aus Fahrzeugen heraus.

In seltenen Fällen, wie wohl heute in Bissingen, geraten sie auf ihrer Wanderung auch in Siedlungsbereiche. Bezüglich Menschen verhalten sich derartige Tiere meist vorsichtig und ausweichend, weil die Tiere diese für sie äußerst stressige Situation möglichst schnell hinter sich bringen wollen.

Die Tierhalter in der Region werden aktuell von der Beobachtung informiert. Um Nutztierrisse zu vermeiden, sind entsprechende Vorsichtsmaßnahmen nötig.

Nähere Informationen zu Verhaltensregeln für Menschen und zum Herdenschutz befinden sich auf der Homepage des LfU unter https://www.lfu.bayern.de/natur/wildtiermanagement_grosse_beutegreifer/wolf/index.htm und der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft https://www.lfl.bayern.de/itz/herdenschutz/028576/index.php.

Von den Mitarbeitern der Unteren Naturschutzbehörde wurden auch die Naturschutzbehörden in den Nachbarlandkreisen, die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Wertingen und Nördlingen, die Untere Jagdbehörde und die Regierung von Schwaben über den Verdacht der Wolfsichtung informiert.

 

Dillingen a.d.Donau, 03. Mai 2021
Peter Hurler, Pressesprecher

Drucken