Gesundheitsamt überwacht Badeseen im Landkreis Dillingen engmaschig - bisher ausgezeichnete Wasserqualität

Die hochsommerlichen Temperaturen locken derzeit zahlreiche Menschen an die Badeseen im Landkreis Dillingen. Damit dem ungetrübten Badevergnügen nichts im Wege steht, überwacht das Gesundheitsamt Dillingen die Gewässer während der Badesaison regelmäßig und engmaschig. Die bisherigen Untersuchungsergebnisse zeigen: Die Wasserqualität ist an allen kontrollierten Badeseen sehr gut.

Die offizielle Badesaison dauert vom 15. Mai bis 15. September. In diesem Zeitraum werden die drei ausgewiesenen EU-Badeseen – Auwaldsee, Gartnersee und Wünschsee – mindestens einmal monatlich kontrolliert. An diesen Seen stehen den Badegästen Toiletten, Umkleiden, Duschen sowie teilweise gastronomische Angebote zur Verfügung. An stark frequentierten Tagen und an Wochenenden sorgen zudem Wasserrettungsstationen für zusätzliche Sicherheit.

Darüber hinaus überwacht das Gesundheitsamt mindestens zweimal pro Saison weitere stark besuchte Badestellen im Landkreis. Dazu zählen unter anderem der Wasserskisee (Gufisee) und der Fetzersee in Gundelfingen, der Rossausee in Weisingen, der Badesee Blindheim, der Schwenninger Badesee sowie die Schnellseen in Binswangen.

Im Rahmen der regelmäßigen Kontrollen werden die Badeseen entsprechend der gesetzlichen Vorgaben mikrobiologisch untersucht und zusätzlich wird die Sichttiefe, ein möglicher Algenbefall sowie weitere mögliche Verunreinigungen beurteilt. Die Beprobungen vom 22. und 29. Juni 2026 ergaben keine Auffälligkeiten oder Grenzwertüberschreitungen.

Zusätzliche Kontrollen

Da hohe Wassertemperaturen und intensive Sonneneinstrahlung die Vermehrung von Cyanobakterien (Blaualgen) begünstigen, führt das Gesundheitsamt bei Bedarf zusätzliche Kontrollen durch. Am Gartnersee wurden aufgrund früherer Belastungen letzte Woche ergänzende Untersuchungen auf Cyanobakterien vorgenommen. Dabei wurde eine geringe Menge gemessen, die nach derzeitigem Stand keine gesundheitliche Gefährdung für Badegäste darstellt.

Da sich die Situation insbesondere in flachen oder stehenden Gewässern innerhalb kurzer Zeit verändern kann, sollten Badegäste auf Warnzeichen achten. Als Faustregel gilt: Sind beim knietiefen Stehen im Wasser die eigenen Füße aufgrund starker Trübung nicht mehr sichtbar, sollte auf das Baden verzichtet werden. Ebenso sollten sichtbare Algenteppiche gemieden, kein Wasser geschluckt und Kleinkinder weder im Wasser noch im Uferbereich spielen gelassen werden. Auch Hunde sollten bei starker Algenbildung nicht ins Wasser.

Ein weiteres natürliches Sommerphänomen sind sogenannte Zerkarien. Dabei handelt es sich um mikroskopisch kleine Larven von Saugwürmern, die über Wasservögel und Süßwasserschnecken verbreitet werden. Sie können in seltenen Fällen eine juckende, jedoch gesundheitlich unbedenkliche Badedermatitis verursachen. Zur Vorbeugung empfiehlt das Gesundheitsamt, Flachwasserzonen mit dichtem Pflanzenbewuchs zu meiden, nach dem Baden die Badekleidung rasch zu wechseln und die Haut gründlich mit einem Handtuch abzureiben.

Das Landratsamt Dillingen bittet alle Badegäste, die örtlichen Warnhinweise und Aushänge an den Badeseen zu beachten. Aktuelle Untersuchungsergebnisse und Informationen zur Wasserqualität sind jederzeit über die Badegewässerseite des Landkreises abrufbar.

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