Verschiedene Fahrzeuge für den Katastrophenschutz im Landkreis
Der deutsche Staat investiert massiv in die Innere und Äußere Gefahrenabwehr
Landratsamt Dillingen a.d.DonauKatastrophenschutz und Zivile Verteidigung sind eine der Grundaufgaben des Staates und rücken wieder vermehrt in den Fokus. Dabei wirken Bund, Land und Landkreis zusammen, wie die Bereitstellung unterschiedlicher Fahrzeuge zeigt, die am Wochenende an verschiedene Akteure im Landkreis übergeben werden konnten. Eingeladen waren hierzu von Landrat Markus Müller die Bürgermeister von Syrgenstein, Mirjam Steiner, und von Wertingen, Willy Lehmeier, sowie die Feuerwehren der Kommunen Syrgenstein und Wertingen, das Technische Hilfswerk Dillingen und die Mitglieder der Kreisbrandinspektion.
Während der Freistaat Bayern den Landkreisen im Rahmen eines Katastrophen-Sonderinvestitionsprogramms Fahrzeuge und Aussstat-tung zur Verfügung stellt, ergänzt der Bund mit Fahrzeugen in den Bereichen Brandschutz, Betreuung, CBRN-Schutz sowie Sanitätswesen und sieht das THW für die technisch-logistische Hilfe im In- und Ausland vor. Der Landkreis Dillingen selbst hat für die Führungsorganisation bei Großschadensereignissen einen Einsatz-leitwagen beschafft, der im ersten Halbjahr 2026 erwartet wird.
Im Einzelnen wurde dem Landkreis vom Bund ein sogenannter CBRN-Erkundungswagen zugewiesen. CBRN steht hierbei für chemisch, biologisch, radiologisch und nuklear. Er kommt dann zum Einsatz, wenn aufgrund einer großflächigen Ausbreitung solcher Gefahren-stoffe eine schnelle und effektive Lageerkundung notwendig wird. Dieses Fahrzeug betreibt künftig die Feuerwehr Wertingen.
Seitens des Freistaates Bayern wurde dem Landkreis ein Lkw „Notstromversorgung“ zugeteilt, der von den Feuerwehren Lands-hausen, Staufen und Syrgenstein betrieben wird. Das THW Dillingen wird mit den Feuerwehren eng zusammenarbeiten, da es bereits viele Jahre im Bereich der Notstromversorgung aktiv und gut ausgestattet ist. „Die Notstromausstattung unserer Hilfsorganisationen ist ins-besondere für den Einsatz bei längeren Stromausfällen gedacht“, so Landrat Markus Müller. „Sie ist aber auch beispielsweise bei Extremwettereignissen für das Betreiben von Hochwasserpumpen, Beleuchtung oder Kommunikationssystemen der Einsatzkräfte einsetzbar“. Dabei sollen Belastungen für die Bevölkerung bestmöglich abgemildert und Kritische Infrastruktur am Laufen gehalten werden.
Bei einem flächenweiten Stromausfall muss allerdings eine Priorisierung beim Einsatz dieser Geräte erfolgen. „Besonders wichtig ist und bleibt deshalb die eigene Krisenvorsorge der Kommunen und besonderer Einrichtungen“, erläutert Müller. „Sie leisten mit eigenen Notstromkapazitäten und eigenen Notfallplanungen einen unverzichtbaren Beitrag im Krisenfall. Wichtig sei aber auch die Eigenvorsorge der Bürger für Krisen und Katastrophen“. Auf den Internetseiten des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe www.bbk.bund.de kann hierzu der Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ abgerufen werden.
Müller dankte den Feuerwehren für die Übernahme der staatseigenen Katastrophenschutzfahrzeuge, ebenso dem THW und allen anderen im Katastrophenschutz mitwirkenden Hilfsorganisationen und Stellen für ihren großartigen Einsatz, gerade in der heutigen krisengeschüttelten Zeit.





